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 Eintrittspreise: Normal 16 zł, ermäßigt 13 zł. Geöffnet täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr, bis 18.00 Uhr im Sommer

Historischer Abriss

Die Stadt Nowa Ruda hat seine Rechtsqualität 1337 erlangt, also 100 Jahre bevor den Anfang des Kohlenbergbaues in diesem Gelände. Die ursprünglich in diesem Gelände wachsenden dichten Wälder sind im Laufe der Zeit abgeholzt worden und in dem Tal ist eine städtische Ansiedlung auf dem Kahlschlag erbaut worden.

Herb Nowej Rudy

Mit dieser Tätigkeit ist das Stadtwappen mit dem gelben Wortstamm auf rotem Hintergrund verbunden. Der Baumstamm symbolisiert das Gelände in der Zeit, wenn Grundlagen der Stadt entstanden sind, und der rote Hintergrund - die Erdbodenfӓrbung, die Überrest des Rotliegendes der permischen Zeit. 

 

Die Grundlagen des Bergbaues reichen in diesem Gelände ins 15. Jahrhundert zurück. Die erste, nicht überprüfte Information zu diesem Thema sagt, dass 1434 Kohlenabbau bei Czerwieńczyce zu finden war, und nächst - schon dokumentiert, im Jahre 1478 hat man Existenz von Kohlebergwerk „Pod Bukiem“ ("Unter der Buche") in der Nähe Nowa Ruda (zurzeit Stadtviertel der Stadt Zacisze) festgestellt. 

 

Die nächste Information kommt von dem bekannten Historiker des niederschlesischen Bergbaues, Festenberg-Pakisch, der sich an einen Ausweis aus 1491 erinnert, wenn der Eigentümer von Nowa Ruda, Baron Steilfried, dem Bauer Wenzel das Recht gepachtet hat, Kohle zu fördern. Die nächste Information über Grundlagen des Bergbaues in Bożków stammt aus dem Jahre 1545. Man kann dann behaupten, dass die ersten dokumentierten Nachrichten über Steinkohle in den polnischen Böden Gebiet von Nowa Ruda betreffen, denn der Kohlenbergbau hat sich erst in der zweiten Halbzeit des 16. Jh. in der Umgebung von Wałbrzych entwickelt. 

 

Einen so frühen Bergbauabbau haben die geologischen Bedingungen und der bergige Charakter des Geländes in der Umgebung von Nowa Ruda ermöglicht. Die Reserve zu entdecken war nicht allzu schwierig, denn die Decks befinden sich unter einem dünnen Abraum auf. Die weiteren Bergbau in diesem Gelände betreffenden Notizen stammen aus dem 17. Jahrhundert - in den zwanziger Jahren des 17. Jh. waren Kohlebergwerke in Słupiec, in Bożków, und auch zwischen Drogosław und Woliborz tӓtig - in direkter Nachbarschaft von Nowa Ruda. 

 

Auf der Wende des 17. und 18. Jahrhunderts gewinnt der Bergbau an ernsthafter Bedeutung. Die fossile Kohle (Steinkohle) war in dieser Zeit (nicht weniger als bis zum Ende der österreichischen Regierungen) anerkannt als angehörig zu dem Gelӓnde. Groβe Erdeigentümer verfügten darüber. Sie haben Kohle auf eigene Rechnung ausbeuteten, oder auch das Recht auf Abbau anderen pachteten – vor allem reichen Bauern oder Bürger. Rohstoff wurde aus über zehn Metern unter dem Boden herausgeholt, aber erst in der zweiten Halbzeit 18. Jahrhunderts hat man angefangen,  entwässernden Stollen zu bauen. 

 

Nach dem Heranrücken Schlesiens von den Preußen haben die neuen Mächte Kohle im Jahre 1742 in Kroninsignien aufgenommen, dies bedeutet, sie haben Monopole auf sie mit dem monarchischen Gesetz abgesichert und sie haben zuerst angefangen, von den Eigentümern der Bergwerke Zehnte, aber später Schenkungsurkunden für den Abbau zu verlangen. Im Zusammenhang damit hat man angefangen. die Verzeichnisse der Bergwerke anzufertigen und die Größe ihrer Herstellung auszurechnen. 

 

Infolge diesen Rechenarten erfahren wir zum Beispiel, dass es 3 Kohlebergwerke in dem Gebiet von Nowa Ruda gab. Die Herstellung erwarb 1746-1747 ca 1 Tausend Tonnen. Die sonderbar starke Entwicklung des Bergbaues in Nowa Ruda  fand 18/19 Jahrhundert statt und war ein Ergebnis der Einführung von Kohlentreibstoff in Industriebetrieben und Familienhaushalten (1781 sind Öfen im Schloss in Woliborz in Kohlenfeuerstelle umbaut worden).

 

Seit der Mitte der 70er Jahre des 18. Jahrhunderts verband sich diese Entwicklung ebenfalls mit allgemeinem Wirtschaftsaufschwung, besonders im Umfang der Verarbeitungsindustrie. Die Zahl der Bergwerke, Menge der Beschäftigung und Abbaue nahmen zu. Seit dem 5. Juni 1769 galt in der hiesigen Bergbauregion das Bergbaugesetz für Schlesien und Kłodzko County, das  von  Friedrich II anstelle der inzwischen geltenden "Ordnung“ von Rudolf II aus 1578 ausgebeben wurde. 

 

Der Einfluss der Bergbaubehörde auf Wirtschaft der hiesigen Bergwerke war aber 9 mal kleiner als in anderen Bergbaurevieren, weil alle Bergwerke einen Privatbesitz bildeten. Ihre Eigentümer waren vorwiegend Großgrundbesitzer adeliger Herkunft. 

 

Nachdem das Bergbaugesetz eingeführt worden ist, wurde Produktionstechnik viel effektiver. Unter anderem gleichmäßiger Untertagebau ist hereingeführt worden, man hat auch ein paar lange entwässernde und Transportstollen gebaut. Um tiefer liegende Schichten zu dehydratisieren, hat man angefangen, Dampfpumpen anzuwenden, und im Förderung zu fördern - Lüftungsdampfmaschinen. 

 

Eine gegen Ende des 18. Jahrhunderts dauernde und auf eine breite Skala angelegte Suche in Nowa Ruda hat positive Ergebnisse gegeben. Zahlwachstum der Bergbaugebiete ist aufeinander gekommen. Nach Ausgangsstoffen in Sierpnica zu Czerwieńczyce hat man 1862 Existenz von 32 kleinen Bergbauräumen festgestellt. Tendenzen zur Zentralisation im Umfang der Eigentumsverhältnissen, in 18. Jahrhundert eingeleitet, ergaben sich aus dem Ausbrauchen der flach liegenden Kohlenstoffbestӓnde. Es war dann notwendig, Kapital durch Einbindung der kleinen, primitiven Bergwerke in größere, modernere Tiefbergwerke zu konzentrieren. Dadurch sind 1815 Bergwerke in Drogosławie, Zacisze, Przygórze und Dzikowiec verbunden worden. Aus ihnen wurde ein groβes Geschӓft entstanden worden, das einmal zum Grafen Magnis mit Sitz in Bożków gehörte. 

 

Das Bergwerk Johan Baptista-Grube, das dem Grafen Pilati gehörte, hatte einen Sitz in Słupiec. 1898 haben die Grafen von Magnis und von Pilati beschlossen, die Bergwerke zu einem Polyestergeschäft unter dem Namen Neuroder-Kohlen und Thonwerke zu vereinigen, mit dem Sitz des Vorstandes in Bożków. Im Jahre 1901 ist der Vorstand des Bergwerkes aus Bożków nach Nowa Ruda verlegt worden. Nach dem Ersten Weltkrieg, 1922, haben sich die Bergwerke in Nowa Ruda in eine Gemeinschaft vereinigt, die dem Konzern Linke-Hofman-Lauchamer angehörte.

 

Der oben erwähnte historische Abriss betrifft ein Gebiet von Zacisze, aber die Kohlenbergbauentwicklung auf eine größere Skala steht erst mit dem Datum des Ruben Bergwerksaufstandes in Zusammenhang (Nowa Ruda Piast) d.h. mit dem Jahr 1742. Im Bergbaugebiet Ruben hat man gegen Ende des 18. Jahrhunderts intensive Arbeit angefangen. Die entdeckten Reserven sind zugänglich gemacht worden, wenn man die Stollen und Bürgersteige aufbaute. Die erste angemeldete Abbau von Kohle ist im Jahre 1781 angefangen worden. Es war der Abbau der Decks in der Umgebung des Schachtes Lech. Der nächste Abbau ist 1803 im nördlichen Gebiet, neben dem Weg zu Wolibórz angefangen worden.

 

Bis zu 1869 fand die Gewinnung im Gebiet Ruben-Grube mit Hilfe Stollens statt. Dieses Bergwerk hatte eine ziemlich kleine Förderung, die betrug: 1780 - 220 Tonnen, 1801- 350 Tonnen, 1840 - 3436 Tonnen. Im Jahre 1868 ist ein Schacht unter dem ersten Niveau ergründet worden - zurzeit Schacht Lech genannt. Zu diesem Zweck hat man zum ersten Mal Dynamit mit Wasserpfropfen verwendet. Dieser Schacht ist mit der Lüftungs- Dampfmaschine mit Kraft 18 PS sowie in die Vorrichtungen zum Wasserpumpen ausgestattet worden.

 

Intensivere Entwicklung des Bergwerkes datiert bis zum Jahre 1879, dies ist mit Entdecken im Jahre 1877 einer Reserve des feuerfesten Schiefers. Der abgebaute Schiefer wurde den Reinigungsprozessen an Ort und Stelle unterzogen, und dann im Röstungsbetrieb geröstet, der nach Entdeckung dieses wertvolles Rohstoffs erbaut worden ist. Das Endprodukt, ein sog. gerösteter Schiefer, bildete einen teuren Rohstoff für die Produktion der feuerfesten Materialien. Der Teil dieses Materials wurde im Inland verbraucht, ein Teil wurde jedoch für den Export versandt.

 

Der zweite Faktor, der einen Einfluss auf Abbau im Bergwerk Ruben hatte, war die erweiterte Eisenbahn auf der Straße Wałbrzych – Kłodzko im Jahre 1880 , die zusätzliche Absatzmöglichkeiten. 1891 hat man 80 721 Tonnen Kohle und 35 000 Tonnen des feuerfesten Schiefers bei 554 Personen Bergwerksbelegschaft Ruben hervorgeholt. In den Jahren 1839 und 1876 hat Wasser aus der Oberfläche in die Bergbaugrubenbau zerrissen und sie teilweise befleckt. Diese Situation hat die damalige Leitung dazu gezwungen, mehr effektive entwässernde Vorrichtungen zu installieren. Am 7. September 1910 hat das Hochwasser in der Fensterscheibe Piast Überflutung des Niveaus III verursacht. die Bedrohung war so groß, dass Bergleute fliehen mussten und lediglich ist es ihnen mit Mühe gelungen, die bei Förderung arbeitenden Pferde zu retten.

 

Im Bergwerk Ruben treten die größten und schwierigsten Austritte Gase und Fels heraus. Die während des Austrittes entstehenden enorme Menge des Kohlendioxids weisen giftig – stickige Eigenschaften auf und bestehen eine Lebensbedrohung für die Besatzung, die sich in dieser Zeit unten befindet. Am Anfang gab es Gas- Felsenaustritte auf dem nördlichen Feld ca 250 m unten. Erster registrierter Austritt fand 1908 statt. Zusammen mit Tiefeswachstum nimmt die Gefahr der Austritte, ihre Intensität und Häufigkeit zu. Bis zu 1945 hat man alles in allem 596 Gas- Felsenaustritte mit Gesamtmasse 114 770 Tonnen der hinausgeworfenen Kohle verzeichnet.

 

Zu dem verhängnisvollsten Dampfausstoß ist am 10. Mai 1940 gekommen - damals sind 187 Bergleute umgekommen. Nach dieser Katastrophe in Ruben sind die Regeln zum Thema Bergbaugrubenbau in den durch Austritte bedrohten Gebieten verschärft worden.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das niederschlesische Kohlenrevier im Jahre 1945 zum Teil der zu Polen gehörenden Gebiete. Im Juli haben die polnischen Bergbaubehörden dieses Jahr 3 Bergwerke in dem Gebiet von Nowa Ruda angefangen: Ruben (Piast), Rudolf (Przygórze), Johann Baptist (Słupiec) mit begleiten Betrieben. Das Management der nationalisierten Bergwerke wurde in der Direktion der Niederschlesischen Vereinigung von Kohleindustrie mit Sitz in Wałbrzych zentralisiert, das bis zu den 70er Jahren funktionierte. Nach Veränderung des Tätigkeitsbereiches sind sie in die Niederschlesische Kohlengemeinschaft umwandelt worden und 1990 - als die indirekte Stufe des Industriemanagements - aufgebunden.

 

Nach 1945 musste die Bergbaurechtsordnung auch verändert werden. Anstelle des ertragenen deutschen Rechtes ist das polnische Recht von 1930 hineingegangen, in den Jahren 1953/54 wurde es geändert. 1948 sind 3 Nowa Ruda Bergwerke in eines verbunden worden unter dem Namen Nowa Ruda. Die nächste  Organisationsänderung geschah 1954 und verließ sich auf Feldteilen des Jan Bergwerkes, nach dem ein separates Bergwerk in Słupiec gebildet, und das in den nächsten Jahren weiterentwickelt worden ist.

 

Der Modernisierung und dem Ausbau ist auch das Bergwerk Nowa Ruda unterzogen worden. 1971 ist das Nowa Ruda Bergwerk erneut mit der Fundgrube Słupiec verbunden worden ins Polyestergeschäft unter dem Namen Kopalnia Węgla Kamiennego Nowa Ruda (Bergwerk der Steinkohle Nowa Ruda).  Sie war das größte Bergwerk in dem niederschlesisch Kohlenrevier - die Gesamtlänge der Bergbaugrubenbau erwarb ca 65 km auf dem Feld Słupiec und 35 km auf dem Feld Piast. Die Beschäftigung in Nowa Ruda Bergwerk betrug ca 6 Tsd. Personen, aber der Abbau pro Jahr belief sich auf ca 1 Mio. Tonnen Kohle und 100 Tsd. Tonnen des feuerfesten Schiefers.

 

In Nowa Ruda holte man auf 7 Niveaus wenig sulfatierte Kohle von der besten Sorte Kokskohle heraus. Das komplizierte geologische Aufbauen und die Geometrie des Vorkommens verhinderten aber die Mechanisierung der unterirdischen Arbeiten. Der Abbau wurde im Laufe der Zeit immer mehr kostbar, und letztendlich unrentabel. Endgültig hat man beschlossen, Bergwerk zu liquidieren und die letzte Kohle ist aus dem Feld Piast wurde am 15. September 1994 auf die Oberfläche ausgeführt worden.

 

Im Jahre 1995 ist der Untergrundteil geschlossen worden, den Komplex der Grubenbaue 750 m lang bei dem Stollen Lech zurücklassend, in dem die Schüler der Bergschule Praktika hatten, während deren sie den zukünftigen Beruf lernten

 

Nach der Beseitigung der Schächte und ihren natürlichen Überflutung fast aller Untergrundbürgersteige wurde 1996 auf dem Bergbaugebiet von Piast ein Museum des Bergbaues eröffnet, das zurzeit nach den erheblichen Organisations- und Eigentumsverӓnderungen als  die Untergrundtouristenroute unter dem Namen "Das Bergwerk der Steinkohle in Nowa Ruda“ zugӓnglich ist.

 

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